Mai-Wallfahrt

Tradition seit 1948

Die Mai-Wallfahrt des Musikvereins hat eine lange Tradition. Im Jahr 1945 kehrten zehn Musiker aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Drei Jahre später 1948 fanden sie sich ein, um zur Löschemer Kapelle auf dem Liescher Berg zu pilgern. Seither wird diese Maiwallfahrt alljährlich am 1. Mai wiederholt.

Am frühen Morgen um 6 Uhr treffen sich die Kapelle und eine kleine Schar Pilger in der Reinigerstraße am Haus Claes. Von dort aus setzt sich die Prozession unter den Klängen des Musikvereins in Bewegung. Von Marienliedern der Musikkapelle umrahmt betet die Gemeinde auf dem Kreuzweg den Rosenkranz. Ein nicht ganz unbeschwerlicher Aufstieg ist zu bewältigen, wodurch die Wallfahrt eine beachtliche sportliche Leistung darstellt. Führt der Weg doch zum Teil abseits befestigter Wege geradewegs den Berg herauf.

Auf halbem Weg findet man ein Ehrenmal, das an die gefallenen Kameraden des ersten Weltkriegs aus Wasserliesch erinnert. Hier hält die Prozession kurz inne, und die Kapelle spielt das Lied "Ich hat einen Kameraden".

 

Der Kreuzweg mit seinen insgesamt 14 Stationen ist mittlerweile 200 Jahre alt. Die aus Sandstein gehauenen Stationen zeugen von hochentwickelter Steinmetzkunst. Die Pflege der Kreuze wurde von Wasserliescher Bürgern übernommen.

Wegkreuz

Eines der 14 Wegkreuze

Ehrenmahl

Ehrenmal zum Gedenken an die gefallenen Soldaten des 2. Weltkriegs

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Die Löschemer Kapelle stellt die letzte Station des Kreuzweges dar. Die ursprüngliche Kapelle aus dem Jahr 1709 war dem Heiligen Bernardus geweiht. Nach deren Verfall wurde sie 1847 von Wasserliescher Bürgern in der heutigen Form wieder errichtet und der "Schmerzhaften Mutter Gottes" geweiht.

In der Kapelle findet man eine Darstellung der Gottesmutter Maria mit dem Leichnam Jesu. Die Kapelle hat sich über die Jahre zu einem bekannten Marienwallfahrtsort entwickelt und ist es bis heute geblieben. Dankeskarten und brennende Kerzen belegen, daß auch heute noch viele Menschen hierher pilgern.

     

Von hier kann der Besucher einen Panoramablick über das 200 Meter tiefer gelegene Mosel- und Saartal genießen. Es bietet sich ein Ausblick über die Orte Igel, Konz und bei klarer Sicht bis nach Trier.